Dreck

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Dreck [drɛk], der; -[e]s (ugs.):
1. Schmutz:
den Dreck [von den Schuhen] abkratzen.
Syn.: Unrat (geh.).
Zus.: Hundedreck, Katzendreck, Vogeldreck.
2. (emotional abwertend) etwas, was als minderwertig, wertlos angesehen wird:
nun hast du wieder so einen Dreck gekauft, den keiner gebrauchen kann; was redest du da für einen Dreck!; sich um jeden Dreck (um jede Kleinigkeit) selbst kümmern müssen.
Syn.: Ausschuss, Plunder (ugs.), Ramsch (ugs. abwertend).

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Drẹck 〈m. 1; unz.; umg.〉
1. Schmutz, Schlamm
3. Kot (Fliegen\Dreck, Mäuse\Dreck)
4. 〈fig.〉 wertlose, unbrauchbare Kleinigkeit, ein Nichts, Plunder
angehen: das geht dich einen \Dreck an 〈derb〉 das geht dich gar nichts an; das kümmert mich einen \Dreck 〈derb〉 darum kümmere ich mich nicht, das ist mir völlig gleich; mach deinen \Dreck allein! 〈derb〉 mach deine Arbeit allein; mach, was du willst, ich kümmere mich nicht mehr darum!; anderen Leuten ihren \Dreck nachräumen od. wegräumen 〈derb〉 von anderen Liegengelassenes aufräumen; du verstehst einen \Dreck davon 〈derb〉 gar nichts; etwas, jmdn. durch, in den \Dreck ziehen 〈fig.; derbabfällig, hässlich über etwas, jmdn. sprechen ● jmdn. wie den letzten \Dreck behandeln sehr schlecht, verächtlich behandeln; voll Speck und \Dreck sehr schmutzig; die Sache ist einen \Dreck wert ist absolut nichts wert ● der hat selber \Dreck am Stecken der hat selbst kein reines Gewissen (u. soll also nicht über andere reden); jetzt sind wir aus dem gröbsten, ärgsten, schlimmsten \Dreck heraus 〈fig.〉 jetzt haben wir die größten Schwierigkeiten überwunden; die Karre wieder aus dem \Dreck ziehen 〈fig.〉 eine scheinbar hoffnungslos verfahrene Angelegenheit wieder mit einigen Mühen u. Opfern in Ordnung bringen; du hast wohl \Dreck in den Ohren? 〈derb〉 (Frage, wenn jmd. etwas nicht verstanden hat); in den \Dreck fallen; etwas in den \Dreck schmeißen; da sitzen wir schön im \Dreck! 〈fig.〉 da sind wir mitten in den Schwierigkeiten drin; die Karre steckt im \Dreck 〈fig.〉 die Sache ist verfahren, geht nicht weiter, ist hoffnungslos; bis zu den Knien im \Dreck stecken 〈fig.; umg.〉 in großen Schwierigkeiten sein; jmdn. mit \Dreck bewerfen etwas Hässliches von ihm sagen; ich muss mich um jeden \Dreck (selbst) kümmern um jede Kleinigkeit; jmdn. wie (ein Stück) \Dreck behandeln 〈derb〉 sehr schlecht, verächtlich behandeln [<mhd. drec <germ. *þrekka; zu idg. *(s)treg „ausgeworfener Unrat von Menschen u. Tieren“]

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Drẹck , der; -[e]s [mhd., ahd. drec, urspr. = Mist, Kot]:
1. (ugs.) Schmutz:
den D. aufkehren;
im D. (Morast, Schlamm) stecken bleiben;
in den D. (auf den Erdboden) fallen;
er starrt vor D. (er ist über u. über voll Schmutz);
D. am Stecken haben (ugs.; nicht ganz integer sein, sich etw. haben zuschulden kommen lassen);
frech wie D. (Oskar);
aus dem [gröbsten] D. [heraus] sein (ugs.; die größten Schwierigkeiten überwunden haben);
jmdn. aus dem D. ziehen (ugs.; jmdm. aus einer schwierigen Lage heraushelfen);
jmdn., etw. durch den D. ziehen/jmdn., etw. in den D. treten, ziehen (Schmutz);
im D. stecken/sitzen (ugs.; in einer überaus misslichen Lage, in größten Schwierigkeiten sein);
jmdn., etw. mit D. bewerfen (mit verleumderischen Behauptungen angreifen).
2. (salopp abwertend) Sache, Angelegenheit:
macht euren D. alleine;
den alten D. wieder aufrühren (eine unangenehme Sache von früher wieder in Erinnerung bringen);
kümmere dich um deinen eigenen D.!;
sich um jeden D. (jede Kleinigkeit) selbst kümmern müssen;
ein D. /der letzte D. sein (salopp abwertend; zum Abschaum [der menschlichen Gesellschaft] gehören);
einen D. (salopp; gar nichts, in keiner Weise: das geht dich einen [feuchten] D. an; ich kümmere mich einen D. darum; der versteht einen D. davon);
jmdn. wie [den letzten] D. behandeln (salopp; jmdn. sehr schlecht, entwürdigend behandeln).
3. (salopp abwertend) minderwertiges od. wertloses Zeug:
das ist doch alles D.;
das ist ein D. dagegen (das liegt in der Qualität weit darunter);
du kaufst auch jeden D.

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Drẹck, der; -[e]s [mhd., ahd. drec, urspr. = Mist, Kot]: 1. (ugs.) Schmutz: den D. aufkehren; im D. (Morast, Schlamm) stecken bleiben; in den D. (auf den Erdboden) fallen; er starrt vor D. (er ist über u. über voll Schmutz); *D. am Stecken haben (ugs.; nicht ganz integer sein, sich etw. haben zuschulden kommen lassen): Ein kleines, hochmotiviertes Team von Bochumer Staatsanwälten will den D. am Stecken der Großen beweisen (Handelsblatt 4. 1. 99, 16); D. in den Ohren haben (salopp; jmds. Worte anscheinend nicht verstanden haben); frech wie D. (↑Oskar);aus dem [gröbsten] D. [heraus] sein (ugs.; die größten Schwierigkeiten überwunden haben): ich bin jetzt einigermaßen aus dem D., finanziell nicht so, aber eben garderobemäßig (Aberle, Stehkneipen 64); jmdn. aus dem D. ziehen (ugs.; jmdm. aus einer schwierigen Lage heraushelfen): zu der Zeit hab' ich auf der Straße gelegen, da haben die mich aufgenommen ... mich aus dem D. gezogen (Zeit 7. 2. 75, 55); jmdn., etw. durch den D. ziehen/jmdn., etw. in den D. treten/ziehen (↑Schmutz 1); im D. stecken/sitzen (ugs.; in einer überaus misslichen Lage, in größten Schwierigkeiten sein); in D. und Speck (ugs.; von einer Arbeit verschmutzt): Ich werde in D. und Speck zur Untersuchung gehen (Ott, Haie 20); mit D. und Speck (ugs.; mit allem noch anhaftenden Schmutz, ungewaschen): er aß das Obst mit D. und Speck; jmdn., etw. mit D. bewerfen (mit verleumderischen Behauptungen angreifen). 2. (salopp abwertend) Sache, Angelegenheit: macht euren D. alleine; den alten D. wieder aufrühren (eine unangenehme Sache von früher wieder in Erinnerung bringen); Man kann ihn (= den Doktor) nicht bei jedem D. (bei jeder Kleinigkeit) kommen lassen (Nachbar, Mond 111); der Feldwebel, ein cholerischer Mensch mit außerordentlich gepflegtem Talent, sich ... über jeden D. (über jede Kleinigkeit) zu ärgern (A. Zweig, Grischa 21); kümmere dich um deinen eigenen D.!; sich um jeden D. (jede Kleinigkeit) selbst kümmern müssen; *ein D./der letzte D. sein (salopp abwertend; zum Abschaum [der menschlichen Gesellschaft] gehören): Als Platzarbeiter ist man der letzte D. (v. d. Grün, Glatteis 17); einen D. (salopp; gar nichts, in keiner Weise): das geht dich einen [feuchten] D. an; ich kümmere mich einen D. darum; der versteht einen D. davon; jmdn. wie [den letzten] D. behandeln (salopp; jmdn. sehr schlecht, entwürdigend behandeln): Und bei der Polizei sind wir natürlich wie der letzte D. behandelt worden (Klee, Pennbrüder 43). 3. (salopp abwertend) minderwertiges od. wertloses Zeug: das ist doch alles D.; das ist ein D. dagegen (das liegt in der Qualität weit darunter); du kaufst auch jeden D.

Universal-Lexikon. 2012.

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